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Stolpersteine

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In Berlin kann man sie finden, in Brühl, Düren, Bonn, Münster. - Erinnerungen an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, die von Nazis deportiert und umgebracht wurden.

Ins Leben gerufen hat die Aktion Stolpersteine der Kölner Künstler Gunter Demnig. Er hat inzwischen in weit mehr als 350 Städten über 6000 Stolpersteine wider das Vergessen verlegt.

Angeregt durch die Evangelische Kirchengemeinde Lechenich und die Katholische Pfarrgemeinde St. Kilian Lechenich hat sich Ende Januar 2006 ein Arbeitskreis konstituiert, dem auch Mitglieder des Rates, der Verwaltung und der Bürgerschaft angehören. Sein Ziel ist, auch in Lechenich Stolpersteine zu verlegen, die an das Schicksal verschleppter und ermordeter jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern.

Die Stolpersteine werden aus Messing gefertigt und haben eine Größe von ca. 10 x 10 cm. In die Oberfläche werden die persönlichen Daten der Person, an die erinnert wird, eingeschlagen. Die Steine werden dann in die Straßenoberfläche vor den ehemaligen Wohnstätten der Lechenicher Juden eingelassen.

Die Stolpersteine kosten einschließlich der Verlegung 95.- Euro pro Stück. Sie sollen über Spenden finanziert werden.

Ein erster Verlegetermin in Lechenich ist seinerzeit mit dem Künstler für den 15.12.2006 ab 14.00 Uhr vereinbart worden.

Der Arbeitskreis hat vom 3. bis 12. November 2006 eine Aktionswoche mit verschiedenen Veranstaltungen durchgeführt. Sie begann mit einer Führung: Auf den Spuren der Juden in Lechenich mit Cornelius Bormann. Es folgte die Ausstellungseröffnung: "Der 9. November ein Schicksalstag der Deutschen Geschichte!" und das Theaterstück: "Doch einen Schmetterling habe ich hier nicht gesehen." von Lilly Axner in der Aula in Lechenich. Mit dem Vortrag: „Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft“ in St. Kilian ging es weiter und am 9. November wurde der Gedenkgang zur Reichspogromnacht: „Tod und Totengedenken im Judentum“ vom alten zum neuen Judenfriedhof mit  anschließendem Treffen im evangelischen Gemeindezentrum durchgeführt, wo in der Kirche der Versöhnung Erftstädter Künstler ihre Werke präsentierten. 

Am 15. Dezember 2006 wurden die ersten 13 Stolpersteine in Lechenich verlegt. Nach einer kurzen Begrüßung im historischen Rathaus in Lechenich durch Pfarrer Schneider-Leßmann und den Bürgermeister E.-D. Bösche erklärte der Künstler Gunter Demnig, welche Gedanken in bei der Entwicklung seines Projektes „Stolpersteine“ bewegt haben. Wenn man sich herunter beugt, um die Namen auf den Stolpersteinen zu lesen, verbeugt man sich vor den Toten. Zugleich wird die Erinnerung an sie wach gehalten. 

Anschließend wurden folgende Stolpersteine verlegt:

Klosterstraße 1: Flora und Siegbert Kain
Schloßstraße 4: Sally, Reha und Hildegard Schwarz
Zehntstr. / Ecke Raiffeisenstr: Elisabeth Simon
Raiffeisenstraße 12: Selma, Ernst und Edith Baum
Bonner Straße 21: Elfriede und Hermann Simon
Melchiorstraße 4: Selma und Julius Alexander

„Jüdisches Leben in Deutschland“ war das Thema einer Veranstaltung, die der Arbeitskreis als Auftakt für die diesjährige Verlegung von weiteren 8 Stolpersteinen des Künstlers Gunter Demnig angeboten hat . Am 2. Mai 2007 trug Herr Miguel Freund, Mitglied der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. und ehemaliges Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde Köln, im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche Lechenich um 17:30 Uhr für Jugendliche und um 19:30 Uhr für Erwachsene über jüdisches Leben in Deutschland vor. Mit dieser Veranstaltung sollte unter anderem auch um mehr Verständnis für unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger geworben werden. 

Am 15. Mai 2007 wurden weitere acht Stolpersteine verlegt:

Bonnerstraße 27, heute Wokinghamplatz: Ernst, Paul, Günter und Amalia Simon
Judengasse 7: Moses Müller und Emma Israel
Frenzenstraße 5:Henriette und Bernhard Franken

Am Sonntag, dem 9. November 2008 jährte sich zum 70. Mal die Reichspogromnacht. Anlässlich dieses Termins wurden in Lechenich die letzten acht Stolpersteine verlegt. Der Kölner Künstler, Gunter Demnig, hat ab 9.00 Uhr mit der Verlegung an der Klosterstr. 1 (vor VIVA-Moden am Marktplatz) begonnen. Ein Abschluss der Aktion Stolpersteine für Lechenich fand nach der Verlegung im Gemeindezentrum in Lechenich statt. 

Stolpersteine liegen für deportierte und ermordete Juden, die ihren letzten Wohnsitz am Verlegungsort hatten. Bereits im Jahr 2006 und 2007 wurden Stolpersteine verlegt. Damit liegen nunmehr in Lechenich insgesamt 28 Steine.

Folgende acht Steine wurden in dieser Reihenfolge verlegt:

Klosterstraße 1: Herta Helene Kain
Melchiorstraße 4: Ruth Betty Alexander
Herriger Straße 32: Fanni Wallach
Judenstraße 10: Manfred Vos und Else Vos
Bonnerstraße 20: Max Schwarz und Clara Schwarz
Bonnerstraße 27: Recha Simon

Stand: März 2012

 

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