• Herbst
  • Kirche der Versöhnung
  • Herbst
  • Emmauskirche
  • Herbst
  • Gemeindezentrum Friesheim

Jakobsweg - die letzte Etappe

Bereits in mehreren Etappen pilgerte Barbara Niedeggen auf den Spuren der Jakobspilger von Köln bis über...

Weiterlesen...

Robert Griess: Hauptsache, es knallt!

Der Kölner Kabarettist am Fr., 29. September 2017 zu Gast in der evangelischen Kirche Lechenich

Weiterlesen...

Achtung – Änderung im Gottesdienstplan

Gottesdienst am 1. Oktober 2017 Das Presbyterium hat beschlossen,

Weiterlesen...

50 Jahre "Kirche der Versöhnung"

 

1960 schrieb die Kirchengemeinde einen beschränkten Architektenwettbewerb aus. Der Entwurfsvorschlag in vier Bauabschnitten des Architektenehepaares Anneliese Vossbeck-Krahwinkel und Ulrich Krahwinkel ging als Gewinner hervor. Es sollte ein Pfarrhaus mit Nebengebäuden, eine Kirche mit Vorraum, Sakristei, Glockenturm und Vorplatz, ein Jugendfreizeitheim mit Nebenräumen, eine Schwesternstation und Wohngebäude für den Küster und den Hausmeister entstehen. Die Kirche sollte Mittelpunkt des Zentrums werden. Pfarrer Erich Becker baute sogar ein maßstabsgetreues, nach oben geöffnetes Modell der Kirche aus Lego Steinen. Der erste Spatenstich erfolgte am 22. Mai 1965. Somit war der Schritt für die erste evangelische Kirche in Lechenich im Bezirk Lechenich/Gymnich/Friesheim, die zweite Kirche der ev. Kirchengemeinde Liblar (zu der Lechenich noch bis 1969 gehörte) und der erste evangelische Sakralbau im Nordkreis des Landkreises Euskirchen nach dem 2. Weltkrieg getan.

Der Kirchraum sollte 250 Sitzplätze und 50 Notsitze erhalten, der Turm aus grauem Sichtbeton 22 m hoch und an die Kirche angebaut werden. Als äußeres Baumaterial wurde ein roter, unebener Klinkerstein gewählt, indem sich die später versammelnde Christengemeinde mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten wiederfinden und als eine Einheit sehen sollte.

Am 28. Januar 1966 beschloss das Presbyterium, der neuen Kirche den Namen „Kirche der Versöhnung“ zu geben. „Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünde nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.“ (2. Kor 5, 19) Der Name soll dazu ermutigen, die hier gepredigte Versöhnungstat Gottes als Ursache des Heils zu erkennen und anzunehmen. Es soll helfen, die Gewissheit wachzuhalten, dass im Hören und Annehmen dieser Verkündigung die Versöhnung geschieht. „Kirche der Versöhnung“, um deutlich hervorzuheben, dass die vollbrachte Versöhnung stets neu zu hören, zu glauben und zu leben ist.

Am Palmsonntag, dem 3. April 1966 erfolgte nach einem feierlichen Gottesdienst die Grundsteinlegung. Das vierstimmige Geläut wurde im Juli 1966 in Auftrag gegeben und am Reformationstag, dem 31. Oktober 1966 nach Lechenich gebracht. Ursprünglich waren fünf Glocken geplant, was sich aber aus statischen Gründen nicht umsetzen ließ. So einigte man sich auf vier Glocken mit dem Motiv des Chorals „Komm, heiliger Geist, Herre Gott“ (EG 125), harmonisch abgestimmt auf das Geläut der kath. Pfarrkirche St. Kilian, das den fehlenden Ton a‘ ersetzt. Nach der Entfernung der Baugerüste kam manchem Betrachter der Luther-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ in den Sinn. Von außen ist das Gotteshaus rau und hart. Der Innenraum wurde klar, chlicht und schnörkellos gehalten. Die Gedanken sollten sich ohne Ablenkungen auf den Altarraum und damit die Verkündigung konzentrieren können. Die Krypta unterhalb der höher gelegenen Musikempore dient auch heute noch für Meditationen oder Andachten.

Am vierten Adventssonntag, dem 18. Dezember 1966, wurde das Gotteshaus, nach einem feierlichen Gottesdienst in der Aula der Volksschule, seiner Bestimmung übergeben und die Kirchenschlüssel Pfarrer Erich Becker überreicht. Im Altarraum dominiert das Kreuz über dem Altar. Die auf den ersten Blick herbe Stahlkonstruktion erinnert an die Dornenkrone, die Christustrug. Bei näherem Betrachten sind viele kleine Kreuze erkennbar, die sich um das eine scharen und somit zu einem gesamten Kreuz werden. Der Unterbau des schlichten Altars besteht aus unterschiedlich geformten Platten und Stangen, die die Gemeinde in ihrer Vielfältigkeit darstellen soll. Seit 2010 wird die in Schmiedearbeit gefertigte Kanzel durch künstlerisch bestickte Antependien geschmückt, die durch das Kirchenjahr führen. Violett als Farbe der Transzendenz, der Trauer, der Bekehrung, der Umkehr und Besinnung ist vor allem in der Passions – und Adventszeit zu sehen. Rot ist die Farbe der Liebe, des Feuers und des Blutes an Pfingsten und zu den Konfirmationen. Der grüne Behang, als Zeichen der Natur und des Lebens, ist in der langen Zeit ohne besondere Feste nach Trinitatis zu sehen. Das weiße Antependium als Symbol des Festes, der Freude, der Unschuld und Farbe Christi strahlt in der Weihnachts- und Osterzeit an der Kanzel. In der rechten Ecke des Altarraums wurde die Taufecke eingerichtet. Eine emaillierte Kupferschale auf einem Betonquader als Taufstein, betont auch hier die Schlichtheit des Innenraums. Die ersten Jahre nach der Kircheneinweihung wurde die Gemeinde musikalisch durch ein elektronisches Harmonium begleitet. Das Instrument befand sich auf der sogenannten Musikempore, die für die Orgel und einen kleinen Chor geplant war. Aus finanziellen Gründen konnte erst am 17. April 1973 eine Orgel aufgestellt und am 23. Juli 1973 komplett in Betrieb genommen werden.

Im Laufe der Zeit fanden einige ausgewählte Kunstobjekte durch Schenkung oder Stiftung ihren Platz im Kirchraum. Seit nunmehr 50 Jahren wird in dieser Kirche regelmäßig Gottesdienst gefeiert und auch Gäste aus St. Kilian waren während der Renovierung ihrer Kirche herzlich willkommen, um in der „Kirche der Versöhnung“ heilige Messe zu feiern.

Jutta Fuchs, Presbyterin

Gemeindebüro

Tel.: 02235 / 680 359

neue Öffnungszeiten:

Montag:

geschlossen

Dienstag:

14.00 – 16.00 Uhr

Mittwoch:

geschlossen

Donnerstags:  

10.00 – 12.00 Uhr

Freitag:

10.00 – 12.00 Uhr